Geschichte des Steinmetzhandwerks

Geschichte des

Steinmetzhandwerks

Das Steinmetzhandwerk geht zurück bis auf die Altsteinzeit vor zirka 40.000 Jahren. In Frankreich (La Ferrassie/Dordogne) wurden erste, steinmetzmäßig bearbeitete Halbreliefs gefunden. Die Darstellungen von Auerochsen (Abri Fourneau du Diable) und das bekannte Pferdefries von Abri Cap Blanc (beide Frankreich) stammen aus der Zeit vor zirka 20.000 bis 14.000 Jahren.

Die ersten monumentalen T-Pfeiler wurden im vorderen Orient vor zirka 10.000 bis 9.000 Jahre vor Christus gefertigt (Göbekli Tepe, Nevali Cori, heute Türkei).

Fotolia, 97793018, Smile

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Fotolia, 98008669, WitR

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Die Pyramiden (Cheops-, Chephren-, Mykerios in Giza/Ägypten wurden aus dem dort vorhandenen Weichgestein (Kalkstein und Sandstein) erbaut. Mit welchen Methoden ist umstritten. Man nimmt an, das die dortigen Bodenverhältnisse genutzt wurden um die großformatigen Steine zu transportieren und einzubauen.

 

 

 

Der Felsentempel von Ramses II in Abu Simbel/Ägypten besteht aus Sandstein.Lediglich die Statuen, Säulen, Pfeiler und Obelisken wurden aus Hartgestein gehauen, Werkzeug aus Dolorit oder Granodiorit wurden dort gefunden.
Bekannt ist auch, daß die damaligen Steinmetzen ihre Kenntnisse über die Lage der Königsgräber nach dem Tod des jeweiligen Pharaos mit dem Leben bezahlen mußten.
Vor zirka 3.000 Jahren entstand auf Malta der Tempel von Tarxien und das bekannte Hypogäum von Hal Saflieni, eine Tempelanlage, die zirka zwölf Meter tief in den Fels gehauen wurde und über drei Ebenen verfügt.

Schlafende Frau Malta

Jvdc (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons


Zahlreiche gehauenen Frauenskulpturen, wie zum Beispiel die nur zirka 12,2 Zentimeter kleine Statue der Schlafenden Frau und die Venus von Malta, die heute im National Museum of Archaelogy zu bewundern sind, wurden dort gefunden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotolia, 79271777, anastasios71

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Im antiken Griechenland (500 vor Christus) arbeiteten die Steinmetzen mit technisch verfeinerten Werkzeuge. Bearbeitet wurde damals hauptsächlich der vorhandene Marmor. Die damaligen Steinmetzen hatten einen hohen gesellschaftlichen Rang, so war beispielsweise der Steinbildhauer Phidias ein einflußreicher Politiker. Der Philosoph Sokrates war Sohn eines Steinmetzen und man nimmt an, daß auch Sokrates selbst Steinmetz war.

 

 

 

 

 

Fotolia, 53622493, dbvirago

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Von den Römern wurden die Steinbearbeitungsmethoden der Griechen übernommen und große Teile der vorgefundenen Skulpturen und Werkstücke mit nach Rom genommen. Die römischen Steinmetzen bearbeiteten vor allem Weichgestein, wie den römischen Travertin und Tuff aus der Gegend von Orvieto, Marmor von der Insel Paros und für wertvolle Arbeiten den makellosen Carrara-Marmor, aus dem Michelangelo seinen David und weitere kunstvolle Skulpturen fertigte, die in den Uffizien in Florenz ausgestellt sind.

Fotolia, 246634, Martina-Berg

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Römische Legionäre brachten die Steinmetzkunst nach Germanien, wo sie vor allem von Mönchen ausgeübt wurden um die großen Kathedralen zur Ehre Gottes zu bauen. Die Comacini aus dem Langobardischen Königreich (568 bis 774) zogen als Gruppen (sogenannte Baurotten) durchs Land. Es entstanden, nicht nur in Italien sondern auch in Germanien, zwischen 1050 und 1150 zahlreiche Bauwerke mit Flechtwerken und Knotensälen (zum Beispiel die romanischen Dome von Königslutter, Speyer, Mainz, Quedlinburg und Freising).

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